Refugiumsbürgertum in Dresden. Gespräche zu einer verschwundenen Lebensform

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Herausgeber:in

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Verlag

Einband

Softcover

Seitenzahl

192

Format

21.5×13.0

Erscheinungsdatum

23.09.2026

Bis zu ihrem Ende hat sich die DDR als Arbeiter- und Bauernstaat verstanden und alle Reste bürgerlicher Kultur zurückgedrängt. Gelungen ist der SED das nie, denn trotz aller Abwanderung und Repressionen hat immer eine bürgerliche Mittelschicht weiterexistiert, die ihre Wertvorstellungen beibehalten und so hartnäckig wie diskret ihre Refugien verteidigt hat. Das betraf vor allem Akademiker jeder Couleur: Ärzte, Künstler, Mediziner, Wissenschaftler, Kirchenleute, Angestellte, Unternehmer.

In Dresden war dieses so genannte »Refugiumsbürgertum« besonders ausgeprägt. Es hat sich bis in die 1970er Jahre hinein bevorzugt im Dresdner Klub des Manfred von Ardenne zusammengefunden. Die in diesem Buch versammelten Gespräche mit ausgewählten Repräsentanten jener Mittelschicht erkunden eine kaum noch bekannte Lebenswirklichkeit und beschreiben damit einen soziologisch aufschlussreichen gesellschaftlichen Biotop, der konservatives Denken ebenso hervorbrachte wie intelligente Reformgesinnung.

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