Lea Rohrmoser „Das schlafende Auge“

Von verzweifelter Verlassenheit bis zum unbedarften Freudenrausch, von philosophischer Kontemplation bis zum sexuellen Extrem dokumentieren Lea Rohrmosers Traummanuskripte selbstentblößend ein nächtliches Seelenleben.

Ich stellte mir einen Brunnen vor, der präzise, da tiefer als die Kurven des Labyrinths und ohne Umschweife, in die unterirdische Mitte traf, während er sich in der Peripherie befand. Obwohl ich danach suchte, erreichte ich weder das eine noch das andere und war verloren. Hoffnungslosigkeit ist lähmend und einsam wie die Träume. Im Transkript sollen sie festgehalten und fassbar gemacht werden. Ob das Götzenfest, der Schimmelreigen oder die enttäuschende sexuelle Erfahrung im Badehaus: Der Traum entkommt dem Schulterschluss mit dem Offensichtlichen und führt uns tiefer in die Logik des Bewusstseins. Sobald sie aufscheint, löst sich der Traum auf und mit ihm – so die Idee – auch die Hoffnungslosigkeit. Die 39 Träume sind Texte zwischen Kurzprosa und Gedicht. Sie wollen weder Skizzen sein noch Experimente, sondern Erinnerungen, die je nach Lichteinfall die eine oder andere Bedeutung widerspiegeln.

Erscheint am 16. Oktober 2026!

ISBN: 978-3-95908-391-1

Preis: 17,80 €

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